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Made in Germany - That's What I Want to do / Birthday (single)
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Made in Germany (Berlin) - That's What I Want to do / Birthday (single) - 1973

Als MADE IN GERMANY 1971 ihr gleichnamiges und einziges Album auf Metronome (MLP 15.416) veröffentlichten, war dies der Lohn für jahrelanges engagiertes Üben in muffigen Proberäumen. Auf dem Beethoven-Gymnasium in Westberlin nahm alles seinen Ursprung. Die Westberliner hatten als Schülerband begonnen, die Hits ihrer Vorbilder nachzuspielen. Unter dem Namen „Cosmics“ betrachteten sie „Musikmachen“ noch als Hobby. Angespornt vom lokalen Erfolg konkurrierender Schülerbands und höchst infiziert von der allgemeinen Beathysterie spielten sie sich bald in die 1. Liga. Ab 1965 machten sie unter dem Namen „Take Five“ in den Berliner Jugendclubs Furore. 1968 belegten sie gemeinsam mit der tschechischen Band „Atlantis“ den 1. Preis bei einem internationalen Beatfestival. Die Bands freundeten sich an und besuchten sich gegenseitig. Als die Musiker von „Atlantis“ sich trennten, blieb deren Gitarrist (Stan Regal) in Berlin, heiratete und begann im Audio-Tonstudio zu arbeiten. Eine günstige Konstellation für die Band, die handwerklich sehr versiert war, aber auch genügend selbstbewusst, sich ihren Traum zu erfüllen, ihr Musikmaterial in einem richtigen Tonstudio aufzunehmen und einen Plattenvertrag zu bekommen.

Die Musiker legten den unpopulären Titel „Take Five“ ab und nannten sich nun MADE IN GERMANY. Stan Regal verschaffte ihnen die Möglichkeit, im Audio-Tonstudio professionelle Aufnahmen zu machen. Zunächst war eine Single geplant, der ein Album folgen sollte. Ein Teil der Aufnahmen war schon fertiggestellt, als die Jungs von MADE IN GERMANY Rita Peuker kennen lernten. Rita war Sängerin einer lokalen Band, deren Auftritt sich die Jungs angesehen hatten. Sie waren begeistert und warben Rita gleich ab. Die vorhandenen Titel wurden nun auf Rita umgeschrieben und neu produziert. Rita wurde die Frontfrau von MADE IN GERMANY.

Als erstes wurde „Don’t forget the Time“ als Single-Auskopplung aus dem Album veröffentlicht. Wenige Monate später folgte das nun erstmals auf CD wiederveröffentlichte Album.

Auf ihrem Album verknüpfen MADE IN GERMANY im positiven Sinn Pop-und Progressive-Rock-Elemente. Dies zeigt sich auch an der Dauer der einzelnen Titel, die zwischen knapp 3 und über 9 Minuten währt.

Die kurzen Titel zeigen die Fähigkeiten der Musiker, kompakte, melodiöse und mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattete Songs mit Anspruch zu komponieren, wobei die Querflöte als führendes Instrument herausragt. Auf den längeren Titeln beweisen die Musiker ihr Improvisationstalent. Auch klangliche Überraschungen wurden eingebaut. So wurden bei „Man in History“ die großartigen Orgelsounds in einer Kirche aufgenommen. Wolfgang Schulz (Gitarre, Gesang) studierte zu der Zeit Elektrotechnik und probierte allerlei technische Spielereien aus. So hatte er einen Rotosizer entwickelt, ein Gerät, welches auf den Möglichkeiten der Quadrophonie basiert. Es schickt den Ton nacheinander stufenlos in 4 Lautsprecher. So gewann der Hörer den Eindruck, die Musik fließe um ihn herum. Dieser Effekt kam besonders bei den Live-Auftritten der Band zur Geltung.

Auf eine bestimmte Musikrichtung wollten sich MADE IN GERMANY allerdings nicht festlegen lassen. „Unser Stil ist, dass wir keinen haben!“, äußerte Stephan Pade, Texter der Band, 1971 in einem Zeitungsinterview. „Wir machen unsere Songs selber; zur Zeit sind wir etwas progressiv, man weiß jedoch nicht, was wir uns morgen überlegen“.

Es überrascht nicht, dass die attraktive Frontfrau und Sängerin der Band, Rita Peuker, die meiste Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog. In einem Stern-Artikel 1972 wurde sie im Rahmen eines Berichtes über „Rock- und Bluesmädchen“ neben Inga Rumpf, Chris Braun und Joy Fleming wegen ihrer schönen, klaren Stimme gewürdigt und über ihre Stellung als „Mädchen in einer Gruppe“ berichtet. Das Album der Band war finanziell eher ein durchschnittlicher Erfolg. Der Bekanntheitsgrad der Band beschränkte sich im wesentlichen auf Berlin. Zwar wurde mehrmals ein Umzug nach Westdeutschland in Erwägung gezogen, aber letztlich blieb die Band doch in ihrer Heimatstadt Berlin, wo sie sich allerdings ziemlich isoliert fühlte. Die Plattenfirma unterstützte sie nicht bei der Durchführung einer deutschlandweiten Tournee, sodass die Band das Album auch nicht genügend promoten konnte, um gute Plattenumsätze zu erzielen.

1972 und 1973 wurden noch jeweils eine Single für BASF aufgenommen, die als Bonustracks auf der vorliegenden CD enthalten sind.

In Vorbereitung einer zweiten LP entstanden 1974 weitere Songs, die als Demo-Version mit leicht veränderter Besetzung (neuer Schlagzeuger) in einem Hamburger Studio aufgenommen wurden. Fertig gestellt werden konnte diese LP jedoch nie, da Rita die Gruppe einige Zeit nach den Aufnahmen verließ. Aus dieser Zeit stammen drei Titel, die als weitere Bonustracks auf der CD zu hören sind. Leider entspricht deren Klangqualität nicht den berechtigten Erwartungen. Als Zeitdokument sollen sie den Hörern jedoch nicht vorenthalten bleiben.

In wechselnden Besetzungen spielte MADE IN GERMANY noch einige Jahre. „Aus Spaß“ nahm die Band 1977 eine deutschsprachige Single auf, die hier aber zu vernachlässigen ist.

Hans-Dieter Graber starb im September 2000. Ihm ist die CD gewidmet!


Manfred Steinheuer, April 2002

Wir danken Stephan Pade für die freundliche Unterstützung!
Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von Longhair
01. That's What I Want to do
02. Birthday
Made in Germany_That's What I Want to do / Birthday (single)_krautrock
BASF - 1973 - 7"

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