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Frohmader, Peter - Cultes des Goules
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Frohmader, Peter - Cultes des Goules - 1984

Das "Cultes des Goules" ist ein Buch, welches angeblich ein gewisser Francois-Honore Balfour Comte d'Erlette im Jahre 1702 verfasst hat. Darin soll es vornehmlich um Schwarzer Magie gehen, um den persischen Ghoul-Kult, um Nekrophilie und Nekromantie und allerlei andere bizarre Okkultismen. In Händen gehalten hat das Werk offenbar noch niemand, doch soll es, verteilt über verschiedene Bibliotheken im Alten und Neuen Kontinent, rund ein dutzend Exemplare davon geben. So einfach ausleihen kann man sie natürlich nicht und offiziell in den Katalogen werden sie auch nicht geführt. Das Gerücht um die Existenz des Buches hat wohl der amerikanische Horror- und Fantasyautor Robert Bloch - ein Bekannter von H.P. Lovecraft - in den ersten Jahrzehnten des 20ten Jahrhunderts in die Welt gesetzt. Unkritische Zeitgenossen, die sich gerne über- und unterirdischen Phantasien hingeben, zweifeln aber nicht daran, dass es dieses unheimliche Werk wirklich irgendwo gibt und glauben natürlich, dass es wichtige und geheimnisvolle Wahrheiten aus der Anderwelt enthält.

"Cultes des Goules" nannte Peter Frohmader auch die hier zu rezensierende LP, die 1985 - wieder unter dem Bandnamen Nekropolis - erschienen ist und 2001 auch auf CD wiederveröffentlicht wurde. Sei es, dass auch er an die Existenz des Buches glaubte (glaubt), sei es, dass er den Namen gewählt hat, weil er eine typische Ausgeburt der spätromatischen Horror- und Okkultisten-Szene des frühen 20ten Jahrhunderts ist. Der Titel atmet jedenfalls diese gotisch-morbide Friedhofsatmosphäre aus, für die Frohmader offenbar eine Vorliebe hat, oder die er zumindest gerne in seinen Werken erzeugt. Zur Musik und auch zum seltsamen Coverbild passt er jedenfalls hervorragend.

"Culte des Goules" hat der Münchner unter Verwendung diverser elektronischer Klangerzeuger, zweier Bässe, einer 12-saitige Gitarre, elektronischer und akustischer Perkussion (kein Schlagzeug) und seiner Stimme weitestgehend im Alleingang eingespielt. Dazu kommen allerdings einige singende, blasende und geigende Gastmusiker. Aufgenommen, zusammengemischt und produziert wurde das Ganze von Frohmader im Mai und November des Jahres 1981, im Nekropolis Studio in München.

Das Ergebnis sind zwei lange, titellose Nummern (zumindest habe ich nirgends auf dem Spalax-CD-Reissue Titelangaben gefunden), die ein recht eigenartiges, düster-industrielles Klanggebräu bieten. Allerlei elektronische Sounds und Geräusche flirren, wabern, zirpen, hallen, dröhnen und sägen hier träge bis hektisch dahin, ergänzt durch sonore und kantige Bassgitarreneinwürfe, im Hintergrund dahinzupfende Akustikgitarrenklänge, eine umfangreiche Perkussion (leider auch diese typischen Elektro-Dosenperkussionsounds der 80er), allerlei Glocken und Glöckchenklänge, elektronisch verfremdete, menschliche Lautäusserungen und gelgentliche Einlagen an Sax, Flöte und elektrisch verstärkter Violine. All das hat Frohmader zu einem dichten, aber nie überladenen Ganzen zusammengewoben, das ab und zu gewisse Ähnlichkeiten zur franko-belgischen Rockavantgarde (insbesondere Art Zoyd) aufweist, aber doch deutlich elektronischer aus den Boxen fliesst. Mich erinnert "Culte des Goules" auch an die zeitgleichen Schöpfungen von Bernard Szajner (siehe auch ZED), auch wenn der Franzose nicht so ausladend und etaws weniger schräg und düster zu Gange war. Das einzige, was mich etwas an "Culte des Goules" stört, sind die schon erwähnten elektronischen Perkussionsounds, insbesondere dieses für meinen Geschmack etwas zu häufig eingesetzte Plastikklatschen. Man gewöhnt sich aber daran.

Alles in allem ist dieses geheimnisvoll-bedrohliche Klanggemenge aber ziemlich abwechslungsreich und spannend geraten und sollte jedem, der sich für avantgardistische Elektronik bzw. RIO-Kammerprog mit Elektronikeinschlag interessiert und die oben schon erwähnten Art Zoyd schätzt, recht viel Spass machen. Wem "Cultes des Goules" zusagt, der sollte auch nach dem ähnlich gestrickten, leider bis dato nicht auf CD wiederveröffentlichten "Through Time and Mystery-Ending" Ausschau halten!
(Quelle: www.babyblaue-seiten.de, Achim Breiling)
01. Cultes des Goules Part 1
02. Cultes des Goules Part 2
Frohmader, Peter_Cultes des Goules_krautrock
Frohmader, Peter (10) (synth., basses, 12-str.guitar, perc., voice, sounds)  Nekropolis
Manus, Stephan (4) (violins)  Nekropolis
Metzger, Birgit (2) (vocals) 
Plett, Oliver (1) (flute) 
Plett, Stefan (2) (alto sax) 

Spalax - 2000 - CD

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